Seine zwei Türme prägen das Bild der Limmatstadt seit rund 550 Jahren. Das Grossmünster ist eine der bekanntesten Kirchen Zürichs dabei wurde es lange schlickt "Zürcher Kirche" genannt.
Was das Grossmünster heute ausmacht, war einige hundert Jahr lang gar nicht so, wie wir es kennen. Die Zwillingstürme der Kirche waren nämlich bis ins Jahr 1492 nicht gleich hoch. Auch ihre "Nadelhelme" erhielten sie erst in dieser Zeit.
Im 16. Jahrhundert war die Kirche Ausgangspunkt der deutschschweizer Reformation. Das Glasfenster von Sigmar Polke, die romanische Krypta, Chorfenster von Augusto Giacometti, Bronzetüren von Otto Münch sowie das Reformationsmuseum im Kreuzgang, machen das Grossmünster zu einem Besuchermagneten.
Felix und Regula
Speziell am Bau ist auch die Legende, die sich um ihn rankt. So soll das Zürcher Wahrzeichen von Karl dem Grossen in Auftag gegeben worden sein und sich auf den Gräbern der Heiligen Felix und Regula befinden.
Felix und Regula sind die Stadtpatrone Zürichs. Sie sollen im 3. Jahrhundert wegen ihres Übertritts zum Christentum verfolgt und dann in Zürich hingerichtet worden sein. Nach ihrer Enthauptung trugen die Körper der Beiden ihre Köpfe noch mehrere Meter weit, bis zu dem Ort an dem die beiden begraben werden wollten.
Als Karl der Grosse hunderte Jahre später auf der Hirschjagd nach Zürich gelangte, soll sein Pferd plötzlich in die Knie gegangen sein. Und zwar genau an der Stelle, wo die beiden Heiligen begraben lagen. Der Kaiser liess die Gebeine ausgraben und errichtete auf der Grabstätte das Grossmünster.